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Werkbank als Schreibtisch in einer Sanitärwerkstatt: Taschenrechner, Zollstock, aufgeschlagener Auftragsordner, Kaffeetasse und ein ausgeschaltetes Smartphone, im Hintergrund Regale mit Kupferfittings
Google Ads · Einstieg für Betriebe · 7 Minuten

Google Ads schalten: wann sich Anzeigen im Handwerk rechnen

Ein Knopf, den man drückt, damit das Telefon klingelt: So wird Google Ads schalten gern verkauft. Dahinter steht eine Rechnung aus drei Zahlen, die du vor dem ersten Euro kennen solltest: was ein Klick in deinem Gewerk kostet, wie viele Klicks eine Anfrage braucht und was dir von einem Auftrag bleibt. Geht die Rechnung auf, hast du ab dem ersten Tag Arbeit im Kalender. Geht sie nicht auf, sind 500 € im Monat weg und du merkst es erst im Quartal.

Florian Dembinsky · Gründer & Geschäftsführer, RGN Marketing
Das Wichtigste in Kürze

Ein Wachstumsprogramm ist Google Ads schalten nicht, sondern ein Einkauf: Du kaufst Anfragen zu einem Preis, den eine Auktion bestimmt. Passt der Preis zu deinem Auftragswert, ist alles gut. Passt er nicht, hilft auch kein größeres Budget — es macht den Fehler nur teurer.

  • Klickpreise liegen in unseren Handwerkskonten meist zwischen 1 und 6 € — bei Wärmepumpe und Sanierung auch darüber
  • Das häufigste Monatsbudget in unseren Konten sind 500 €; in einem umkämpften Stadtgebiet werden daraus drei bis fünf Anfragen
  • Ohne gemessene Anfragen optimiert Google auf Klicks statt auf Aufträge — der häufigste Grund, warum ein Konto Geld verbrennt

Was Werbung bei Google kostet — und wer den Preis bestimmt

Einen Listenpreis gibt es nicht. Wer „werbung google kosten“ eintippt, findet Zahlen zwischen 200 und 5.000 € im Monat, und beide stimmen irgendwo. Du legst zwei Dinge fest: wie viel pro Tag höchstens ausgegeben wird und wie viel dir ein Klick wert ist. Den Rest regelt eine Auktion, die bei jeder einzelnen Suchanfrage neu abläuft. Wie das Tagesbudget dabei wirkt, beschreibt Google in Ausgaben in Google Ads verwalten: An starken Tagen darf das Konto mehr ausgeben, über den Monat bleibt es beim gesetzten Rahmen.

500 € im Monat sind 16,40 € am Tag. Bei einem Klickpreis von 4 € sind das vier Klicks am Tag, also vier Leute. Diese eine Zahl erklärt die meisten Enttäuschungen: Nicht die Kampagne war schlecht, das Budget hat nie für mehr gereicht als für vier Besucher täglich. Rechne deshalb zuerst in Klicks und erst danach in Euro, wenn du Google Ads schalten willst.

Kurz gesagt

Der Klickpreis ist kein Festpreis, sondern das Ergebnis aus Gebot und Qualität. Zwei Betriebe mit demselben Gebot zahlen unterschiedlich viel — der mit der passenderen Anzeige und der besseren Zielseite zahlt weniger für dieselbe Position.

Diese Qualität bewertet Google je Suchbegriff auf einer Skala von 1 bis 10 und nennt das Qualitätsfaktor. Er ist ein Diagnosewerkzeug, kein Schalter: Steht er bei 3, passt in der Regel die Anzeige nicht zur Suche oder die Seite dahinter nicht zur Anzeige. In unseren Konten sind Klickpreise zwischen 1 und 6 € der Normalfall; bei Wärmepumpe, Sanierung und Gutachten liegen sie deutlich höher.

Werbung bei Google schalten: die fünf Schritte bis zur ersten Anzeige

Werbung bei Google schalten ist handwerklich kein Hexenwerk, nur kleinteilig. Fünf Schritte stehen zwischen dem leeren Konto und der ersten Anzeige, und keiner davon lässt sich überspringen, ohne dass es später Geld kostet. Wer zum ersten Mal Google Ads schalten will, arbeitet sie am besten der Reihe nach ab.

  • Konto anlegen und Abrechnung hinterlegen. Auf den Namen des Betriebs, nicht auf den einer Agentur. Historie und Zugriff gehören dir.
  • Suchbegriffe sammeln — und ausschließen. Die Negativliste ist wichtiger als die Keyword-Liste. „Gehalt“, „Ausbildung“, „selber machen“, „Anleitung“: Vier von fünf Klicks auf einen zu weit gefassten Begriff konnten nie ein Auftrag werden.
  • Enge Anzeigengruppen bauen. Je Leistung eine Gruppe mit eigener Anzeige. Wer nach Notdienst sucht, soll „Notdienst“ lesen, nicht „Ihr Partner rund ums Bad“.
  • Die Zielseite passend machen. Die Anzeige führt auf die Seite zur Leistung, nicht auf die Startseite. Jeder zusätzliche Klick kostet Interessenten, und der teure Teil ist längst bezahlt.
  • Anfragen messen. Formular, Anruf, WhatsApp — alles drei zählt als Conversion. Ohne diese Messung ist Google Ads schalten ein Blindflug: Das System kennt nur Klicks.

Nennst du in der Anzeige einen Preis, kommt ein sechster Punkt dazu: Bei einer Aufforderung zum Kauf gelten bestimmte Angaben als wesentlich, darunter Identität, Gesamtpreis sowie Liefer- und Zahlungsbedingungen. Was dazugehört, steht in § 5b UWG. „Ab 199 €“ ohne jeden Hinweis darauf, was dafür enthalten ist, hat schon Betriebe Post gekostet.

Werbung mit Google AdWords: was von damals noch gilt

Wer Werbung mit Google AdWords sagt, meint dasselbe — der Name wurde 2018 zu Google Ads. Geblieben ist das Prinzip: Du bietest auf Suchbegriffe, bezahlt wird je Klick, gewonnen wird die Auktion aus Gebot und Qualität. Geändert hat sich, wer die Gebote setzt. Früher hat man Klickpreise von Hand gepflegt, heute übernehmen das automatische Strategien.

Das hat eine Bedingung, die in keiner Anleitung fett steht: Automatik braucht Daten. Ein Konto mit zwei gemessenen Anfragen im Monat hat nichts, woraus es lernen könnte, und verteilt das Budget deshalb nach Gefühl. In dieser Phase arbeiten wir mit einem festen Klickpreis-Deckel von meist 3,50 bis 5,50 € und schalten erst um, wenn 15 Anfragen im Monat regelmäßig durchlaufen. Wer Google Ads schalten lässt und sofort auf Automatik geht, zahlt das Lehrgeld für den Algorithmus.

Google Ads für Handwerker: die Rechnung, die vorher aufgehen muss

Drei Zahlen entscheiden, und zwei davon kennst du aus deinem eigenen Betrieb: den Klickpreis in deinem Gebiet, die Zahl der Klicks je Anfrage und deine Abschlussquote. Erst aus diesen drei wird der Preis eines Auftrags, und nur der entscheidet, ob Google Ads schalten sich für dich trägt. So rechnet Google Ads für Handwerker, bevor irgendwer über Anzeigentexte redet.

BeispielNotdienstBadsanierung
Klickpreis2,50 €5,00 €
Klicks je Anfrage1225
Kosten je Anfrage30 €125 €
Abschlussquote50 %25 %
Kosten je Auftrag60 €500 €

Beispielrechnung — sie zeigt das Prinzip, keine zugesagten Werte. Klickpreise und Abschlussquoten unterscheiden sich je Gewerk, Stadt und Jahreszeit.

Jetzt kommt der ehrliche Teil. 500 € für einen Auftrag sind bei einem Bad für 18.000 € ein guter Einkauf. Beim Auftrag über 250 € ist derselbe Preis ein Verlustgeschäft, und daran ändert auch die beste Kampagne nichts. Deshalb fragen wir vor jedem Konto zuerst nach dem durchschnittlichen Auftragswert und erst danach nach dem Budget.

Wann Werbung mit Google Ads nichts bringt

Werbung mit Google Ads scheitert selten an der Technik. Sie scheitert an vier Situationen, die man vorher erkennen kann — und in denen wir regelmäßig abraten, auch wenn daraus kein Auftrag für uns wird.

  • Es sucht niemand. Für manche Leistungen gibt es im Umkreis von 30 Kilometern keine zwanzig Suchanfragen im Monat. Anzeigen machen vorhandene Nachfrage sichtbar, erzeugen aber keine.
  • Der Auftrag ist zu klein. Liegt der Deckungsbeitrag eines Auftrags unter den Kosten je Anfrage, rechnet sich nichts. Diese Rechnung steht oben.
  • Das Telefon bleibt liegen. Wer erst am nächsten Tag zurückruft, hat den Auftrag verloren und trotzdem für den Klick gezahlt. Bei Notdiensten entscheidet, wer zuerst abhebt.
  • Das Budget reicht für das Feld nicht. Bei vier bis sechs Euro Klickpreis in einer Großstadt sind aus 500 € im Monat drei bis fünf Anfragen realistisch und nicht dreißig. Wer mit dreißig gerechnet hat, ist enttäuscht, obwohl die Kampagne genau das tut, was sie soll.

In zwei dieser vier Fälle ist der bessere Weg Geduld statt Budget: der Weg ohne Klickkosten dauert länger, kostet aber nichts pro Anfrage. In den anderen beiden hilft auch der nicht.

Google Ads schalten lassen: was das bei uns konkret heißt

Bevor wir über Budget reden, sehen wir nach. Die Analyse dauert etwa 20 Minuten und kostet nichts: wie oft in deinem Gebiet nach deiner Leistung gesucht wird, was ein Klick dort kostet und wie viele Wettbewerber schon schalten. Kommt dabei heraus, dass es sich nicht trägt, sagen wir das auch dann, wenn daraus kein Auftrag für uns wird.

Passt der Rahmen, bekommst du den Festpreis schriftlich: 699 € für die Einrichtung, danach eine Betreuung, die am Budget hängt und monatlich kündbar ist. Der Aufbau dauert in der Regel 7 bis 14 Tage — Analyse, Zielseite, Kampagnenstruktur, Messung. Über 600 Kampagnen haben wir so aufgebaut, und welche Begriffe in einem Gewerk Aufträge bringen und welche nur Geld kosten, muss deshalb niemand mehr raten. Wie das im Einzelnen abläuft, steht auf der Seite zu Kampagnenaufbau und laufender Betreuung.

Über Klickpreise reden wir mit niemandem. Wir reden über den Preis einer Anfrage — und der steht jeden Monat schwarz auf weiß im Bericht, zusammen mit dem Begriff, der sie gebracht hat.

Zwei Dinge gehören bei uns dazu, auch wenn sie niemand verlangt: Das Werbekonto läuft auf deinen Namen, Zugriff und Historie bleiben bei dir. Und die Anzeige führt nie auf eine Startseite, sondern auf die Seite, auf der die Anfrage tatsächlich entsteht. Ohne die ist der teuerste Teil der Kampagne bezahlt und verpufft im Menü.

Fazit

Eine Glaubensfrage ist Google Ads schalten nicht, sondern eine Rechnung mit drei bekannten Größen: Klickpreis, Klicks je Anfrage, Abschlussquote. Geht sie auf, hast du ab Tag eins Arbeit im Kalender und weißt am Monatsende, welcher Suchbegriff sie gebracht hat. Geht sie nicht auf, erkennst du das vorher und sparst dir ein Quartal Lehrgeld.

Wenn du wissen willst, ob sich Google Ads schalten in deinem Gebiet rechnet, ruf unter 0251 14911661 an oder schreib uns ein, zwei Sätze zu Gewerk und Einzugsgebiet. Wir rechnen es durch und sagen dir auch, wenn es sich nicht lohnt. Was wir sonst machen, steht bei der Agentur dahinter.

Häufige Fragen

Budget, Dauer, Eigenregie: was Betriebe vorher wissen wollen

Was kostet es, Google Ads schalten zu lassen?

Zwei Posten: das Werbebudget, das an Google geht, und die Arbeit am Konto. Bei uns kostet die Einrichtung 699 € zum Festpreis, die laufende Betreuung hängt am Budget und ist monatlich kündbar — beides steht getrennt auf der Rechnung. Das häufigste Monatsbudget in unseren Konten sind 500 €. Was davon bei dir sinnvoll ist, sagen wir nach der kostenlosen Analyse.

Ab welchem Budget lohnt es sich, Google Ads schalten zu lassen?

Das hängt am Klickpreis in deinem Gebiet, nicht an einer festen Grenze. Bei vier bis sechs Euro je Klick sind aus 500 € im Monat drei bis fünf Anfragen realistisch. Liegt der Klickpreis bei anderthalb Euro und das Gebiet ist eng gefasst, reichen auch 300 €. Unter 200 € im Monat wird es in den meisten Gewerken dünn: Dann kauft das Konto zu wenige Klicks, um überhaupt etwas zu lernen.

Wie schnell kommen die ersten Anfragen?

Die Anzeigen laufen meist innerhalb eines Werktags nach der Freigabe, und die ersten Anfragen kommen oft in derselben Woche. Rechne trotzdem mit vier bis sechs Wochen, bis die Kampagne ruhig läuft: In dieser Zeit wächst die Negativliste, und das System sammelt genug gemessene Anfragen, um selbst zu steuern.

Kann ich Google Ads selbst schalten?

Google Ads schalten kannst du grundsätzlich auch selbst, das Konto ist in einer Stunde angelegt. Teuer wird es an drei Stellen: an zu weit gefassten Suchbegriffen, an der fehlenden Negativliste und an der Messung, die niemand einrichtet. Wer das selbst macht, sollte sich die Suchbegriffe wöchentlich ansehen — dort steht, wofür wirklich gezahlt wurde.